2. Semester

Stundenplan und Modulübersicht

 

 

Modulbeschreibungen

Allgemeine Biologie II: „Physiologie der Organismen“

Das Modul vermittelt Prinzipien der allgemeinen und vergleichenden Physiologie der Organismen und weist in Grundfertigkeiten der Arbeit im Physiologielabor ein. Orientierung ist die Organisationshöhe der Lebewesen. Nach einem Einstieg in die Biochemie der Zelle wird die Stoffwechselvielfalt von Prokaryoten vorgestellt. Darauf folgen die physiologischen Prozesse, die das innere Milieu von Vielzellern wie Pflanzen und Tieren regulieren.

 

Teilmodule:

  • Grundlagen der Physiologie von Prokaryoten SWS: 3 ECTS-Punkte: 3
  • Pflanzenphysiologie SWS: 3 ECTS-Punkte: 3
  • Tierphysiologie SWS: 3 ECTS-Punkte: 3

 

Hilfreiche Beschreibung der Veranstaltungen:

Allgemeine Biologie II:

Ab dem zweiten Semester taucht ihr etwas tiefer in die Biologie ein. Beginnend habt ihr Physiologie der Prokaryoten, in der euch die Lebensweise und die besonderen Stoffwechselleistungen von Eubakterien und Archaeen näher vorgestellt werden. Ein entsprechendes Praktikum erwartet euch dann in den Semesterferien.

In Tier– und Pflanzenphysiologie lernt ihr, wie der Name schon sagt, mehr über den Aufbau der Vertreter dieser Domänen: Wie funktionieren die Sinnesorgane der Tiere? Warum trocknen Meeresfische, obwohl sie von Salzwasser umgeben sind, nicht aus? Was tun Pflanzen gegen Stress? All das wisst ihr nach diesen Modulen. Die Praktika zur Physiologie sind in den Semesterferien vor dem 3. Semester. Das Pflanzenphysiologiepraktikum ist normalerweise Anfang August, das Tierphyspraktikum findet in mehreren Gruppen im September statt.

Die Vorlesung über Genetik führt euch in die Grundlagen des Fachgebietes ein. Von Proteinbiosynthese bis zu „springenden Genen“ wird euch die Funktionsweise des Erbguts erläutert. Die Übung dazu beinhaltet einen theoretischen Teil mit Verständnisfragen und einen praktischen Teil, in dem ihr beispielsweise  Kreuzungsexperimente an Fruchtfliegen durchführt.

Neurobiologie fängt bei der einzelnen Nervenzelle an, geht weiter über die verschiedenen Verschaltungsarten und hört letztendlich, nach vielen weiteren Stationen, bei den Krankheiten des Geistes auf. Im Praktikum arbeitet ihr normalerweise mit Drosophila melanogaster, der Fruchtfliege. Am Ende dieses Teilmodules versteht ihr dann auch umfassend, warum man diese kleine Fliege als den Modellorganismus in der Neurobiologie benutzen kann.

In Verhalten wird euch gezeigt, welche allgemeinen Strategien Tiere entwickelt haben, um im „Survival of the fittest“ nicht abgehängt zu werden. Orientierungsverhalten, Nahrungswahl, Lernverhalten, Kommunikation und mehr sind Themen dieser Vorlesung. In der Übung erlebt ihr Verhalten und lernt, die zugrunde liegenden Mechanismen zu interpretieren.

Die Vorlesungen Genetik, Neurobiologie und Verhaltensbiologie werden in einer Kombinationsklausur („GNV“) abgeprüft.

Mathematische Biologie/Quantitative Mathematik

Klingt viel schauerlicher, als es ist: Ihr habt Biostatistik, lernt mit einem open-source Programm namens „R“ umzugehen und bekommt gleichzeitig etwas sehr wertvolles vermittelt: Statistiken richtig Interpretieren. Das ist superwichtig, denn wenn in der wissenschaftlichen Welt irgendwo gepfuscht und getrickst wird, dann meist da, und viele professionell aussehende Grafiken sind eigentlich fürchterlich ungeeignet für ihren Zweck. Ich sage nur Piecharts 😉 . Nebenbei vermittelt man euch auch interessante Inhalte, denn die Vorlesung orientiert sich so oft es geht an konkreten Beispielen, um den Stoff zu vermitteln. Es lohnt sich, die Befehle aus R auch für die Zukunft zu notieren. Traut euch ruhig und fragt Dinge direkt in der Vorlesung nach, da oft mindestens 20 Personen gerade die selbe Frage im Kopf rumgeht und die Dozenten die Fragen gerne für euch beantworten- sie wissen ja, dass Biostatistik für viele anfangs ein Buch mit sieben Siegeln ist und sind sehr hilfsbereit. Ihr müsst als „Hausaufgabe“ online Fragen beantworten, die dann in der nächsten Woche in der letzten Vorlesungsstunde besprochen werden. Diese werden bei eurem ersten Klausurversuch als Bonus mit eurem Klausurergebnis verrechnet, also lohnt es sich hier auf jeden Fall im ersten Anlauf zu bestehen.0

Physik

In diesem Semester erwartet euch neben der Vorlesung, die sich im zweiten Semester vor allem mit Elektrizitätslehre befasst, auch ein Praktikum, in dem ihr dann „bastelt“- Dinge mit und ohne Luft wiegen, Lichtbrechungsversuche, solche Dinge, die ihr zu zweit unter Aufsicht von meist sehr netten Physikmenschen, die an total physikalisch unbegabte Nebenfächler gewöhntet sind, durchführt. Meldet euch rechtzeitig für das semesterbegleitende Praktikum an.

Zur Vorlesung gibt es keine Klausur, also ist es jedem selbst überlassen, ob er sich aus reinem Interesse in die Vorlesung setzt oder auch eben nicht.                                              Die Klausur  über das Praktikum ist recht einfach zu bestehen, da die Fragen oft sehr ähnlich sind (Altklausuren machen!).

Organische Chemie

…beginnt erst in der Mitte des zweiten Semesters. Es bietet sich also an, in der Zeit davor Schlüsselqualifikationen zu belegen. Der Stoff ist identisch mit der OC-Vorlesung der Mediziner, die ab Mitte des ersten Semesters stattfindet. Wer also keine Ahnung von OC hat 😉 kann sich auch zur Vorbereitung schon im ersten Semester in diese Vorlesung setzen. Die Übungen bestehen aus Übungsblättern, ähnlich wie in AC, und hier kann man wieder nur raten: setzt euch zusammen, versucht es zu lösen. Auch hier ist wie in AC ein Tutorium sehr zu empfelen, in dem eure Fragen beantwortet werden und ihr Tipps und Tricks zu den Klausuren aus den  letzten Semestern bekommt. Denn in der Klausur kommen meist sehr ähnliche Aufgaben dran.

Praktikum Anorganische Chemie

Im zweiten Semester habt ihr Nachmittags das ganze Semester lang auch euer AC-Praktikum. Man teilt euch dafür wieder in Gruppen ein, die Montags, Donnerstags, und Freitags jeweils am Nachmittag Praktikum haben. Die Vorbesprechung zum Praktikum ist Pflicht, dort werdet ihr eingeteilt und kriegt alle wichtigen Infos. Kümmert euch nur frühzeitig um einen Kittel aus Baumwolle (gibt`s gebraucht etwa bei der Fachschaft Chemie) oder in einer Sammelbestellung bei uns, den ihr sowieso später in diversen Bio-Praktikas und im OC-Praktikum sowie in eurem weiteren Wissenschaftlerleben braucht. Und Mädels, bindet euch die schönen langen Haare zurück, denen tut der Bunsenbrenner nicht gut. Auf der Programmliste stehen Dinge wie Nachweisreaktionen, stöchiometrisches Arbeiten, Neutralisationen und vieles mehr. Die Betreuer helfen euch gerne, und es ist auch durchaus erlaubt, mal beim Nachbar nachzufragen, wie der was gemacht hat.

Was gibt es zu beachten:

Die GOP

Sagt dir die GOP etwas? Ein „Nein“ wäre hier evtl. ungünstig, da du diese Grundlagen- und-Orientierungsprüfung am Ende des zweiten Semesters bestehen musst. Nun ist es jedoch keine Prüfung im eigentlichen Sinne, sondern eine Aufgabe, die damit gelöst wird, vor dem dritten Semester mindestens 4 abgeschlossene erreicht zu haben. Es ist egal, aus welchen Fächern diese kommen, aber Schlüsselqualis gehen nicht in die Rechnung mit ein. Eigentlich muss man sich darüber keine großen Gedanken machen, da man mit allen möglichen und eingeplanten Prüfungen locker mehr als das Doppelte erreichen kann, aber wenn es doch kritisch werden sollte, wird man am Ende des ersten Semesters auch schonmal freundlich angeschrieben, wenn man hier nur weniger als 2 abgeschlossene Module vorweisen kann. Dann sollte man sich ranhalten, da die Exmatrikulation angedroht wird…

Schieben von Prüfungen

Jetzt im zweiten Semester bist du auch schon soweit im Studium erfahren, dass man sich vielleicht schon vor der Prüfung überlegt, diese zu verschieben, sich lieber ein bisschen freie Zeit erschummelt oder sich auf andere Prüfungen konzentriert. Das ist auch alles möglich, da man Prüfungen in Würzburg beinahe beliebig oft wiederholen kann (bis sie bestanden sind) und so die Endnote im Bachelor vielleicht besser wird.

ABER: Überlegt euch das gut, da:

  • später im Studium hat man nicht unbedingt mehr Zeit
  • eine Prüfung mit 2 ECTS z.B. gerade einmal zu 1/90 in die Endnote eingeht…
  • manche Prüfungen sind notwendig, um bestimmte Praktika machen zu dürfen
  • Nachholprüfungen am Studienende liegen häufig sehr ungünstig für folgende Fristen zu Masterbewerbung etc. und so wird in seltenen Fällen ein zusätzliches Semester nötig. Auch momentan nicht ganz günstig..
  • im vierten Semester könnt ihr euch spezialisieren und manche Fächer aus einem Katalog wählen. Nun sind jedoch manche Fächer begehrter als andere, d.h. es gibt mal wieder ein Auswahlverfahren. Hier für werden unter allen Studierenden zwei Ranglisten erstellt:
    • nach ECTS von abgeschlossenen Modulen, d.h. jede Prüfung mehr ist ein Vorteil
    • nach Durchschnittsnote biologischer Fächer (also keine SQs und Grundlagenfächer), d.h. diese biologischen Fächer sollten ganz gut sein.
    • Daraus wird der durchschnittliche Ranglistenplatz ermittelt, der entscheidend ist, ob man seine Lieblingsfächer bekommt oder mit anderem Vorlieb nehmen muss.

Im zweiten Semester ist nun auch die Zeit gekommen euch zu überlegen, ob ihr nicht vielleicht ein Auslandssemester oder -praktikum machen wollt. Dieses wird zwar sehr wahrscheinlich erst im fünften Semester stattfinden, doch solltet ihr frühzeitig mit der Planung beginnen. Zu dieser Planung gehört auch, dass ihr euch außreichend informiert, was ihr zum einen bei uns auf der Homepage oder auf der Homepage des International Office der Universität Würzburg machen könnt.